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Lauftraining KW47 bis KW 49

Planung

Die letzten drei Wochen haben ein paar interessante Konzepte enthalten. Auf der einen Seite habe ich weiterhin relativ viel Training im T-Bereich geplant, und ich habe langsam mit der Steigerung der Kilometer angefangen.

Auf das Training am 28.11. sollte ich näher eingehen. Das ist an sich kein Training, wie es ein Langstreckenläufer normalerweise absolvieren würde. Die 10x100m sind eine etwas zu kurze Distanz, um wirklich einen der interessanten Bereiche trainieren zu können, und die Geschwindigkeit zu schnell, um wirklich einen Vorteil daraus ziehen zu können. Ich wollte aber im Wesentlichen herausfinden, ob ich dieses Training noch immer aushalte und wie es sich mittlerweile anfühlt (nachdem ich früher als aktiver Tänzer öfters solche Trainings gemacht habe). Außerdem wollte ich eine gute 800m-Schätzung haben, deswegen habe ich hier einen Zeitlauf auf 800m geplant. Mit einer Vergleichsformel von Jack Daniels kann er so 400m-, 800m- und 1600m-Zeiten in Beziehung zueinander stellen und ermitteln, ob man eher ein Ausdauer- oder eher ein Schnelligkeitstyp ist. Dass ich klarerweise auf die Schnelligkeits-Seite fallen würde, war klar, der Unterschied zwischen 800m- und 1600m-Zeit macht diesen Unterschied dann aber schon besonders deutlich. Außerdem habe ich bald auch einen 400m-Maximaltest geplant.

Dokumentation

Zuerst einmal fällt auf, dass ich Trainingseinheiten wieder etwas herumgeschoben und vertauscht habe, damit sie besser in meinen Zeitplan passen. Gerade der November ist nämlich eine der anstrengendsten Zeiten auf der Uni (und so insgesamt auch).

In der letzten Woche habe ich mich ein wenig verkühlt und deswegen das Training etwas zurückgeschraubt, damit ich in der kommenden Woche wieder fit bin, wenn zum ersten Mal echte VO2max-Trainingseinheiten geplant sind.

Die 800m-Zeit war dann doch fast überraschend gut für mich. Ich lande nach wie vor extrem schnell weit im anaeroben Bereich, und daran muss ich auch noch trainieren, aber meine Standfestigkeit oberhalb der anaeroben Schwelle überrascht mich dann meistens schon noch etwas. Im Vergleich zu meiner 1600m-Zeit ist das noch einmal deutlich besser gewesen, auf einen Kilometer aufgerechnet war das ein 3:00-Pace. Diese Geschwindigkeit ist momentan noch mein 800m Race Pace; sie zu meinem 1600m Race Pace zu machen, wird eines der nächsten Ziele sein, denn letztendlich ist das schon eine sehr spannende Geschwindigkeit, und ich kann mich guten Leistungen eher über die Geschwindigkeit als über die Ausdauer annähern, weil dort meine Stärke liegt.

Die 10x100m am gleichen Tag waren dann auch noch ziemlich exakt im gleichen Tempo, insgesamt habe ich also 1800m im 800m Race Pace verbracht, und diese Anstrengung habe ich auch in den Tagen danach noch als Ermüdung gespürt. Ich wollte dieses Training machen und durchziehen, und ich habe damit gerechnet, dass es hart und schwierig ist – und damit hatte ich auch Recht.

Die allererste Trainingseinheit in diesem Zyklus war außerdem eine, die bei wirklich perfekten Bedingungen war – sowohl das Wetter war super zum Laufen als auch ich habe ich gut gefühlt. Und so habe ich mein Tempo ein bisschen gesteigert und bin so auf 6:45 für 1600m im T-Bereich gekommen, was jedenfalls schon eine deutliche Steigerung zum Anfang meines Trainings ist.

Außerdem nähere ich mich langsam der magischen 6-Minuten-Marke für einen Kilometer im E-Bereich an. Nachdem ich am Anfang aber eher im Bereich von 7 Minuten war, bin ich damit schon ziemlich glücklich.

Außerdem stellen 30km pro Woche mittlerweile keine Herausforderung mehr dar und führen auch keine besondere Ermüdung mehr nach sich. Ich fühle mich also auch schon bereit, den Umfang etwas zu steigern. Ab nächster Woche sind dann jeweils über 35km geplant – und irgendwie freue ich mich darauf schon, was glaube ich ein gutes Zeichen für meine eher konservative Trainingsplanung ist.

Published inLaufsport

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